Nachwort

eignet sich für die dritte Ausgabe mehr als das in den bei- den vorausgegangenen Ausgaben an dieser Stelle verlaute- te: unser Anliegen. Diesem bleiben wir nach wie vor treu, es ist an diversen Orten mit verschiedensten Menschen verhandelt worden und soll an dieser Stelle nicht noch- mals re-formuliert werden. Was hier und jetzt Gehör und Leseraugen nden soll, sind die Veränderungen, die der Zeitschrift seit der letzten Ausgabe (ABRISS 02) zugestoßen sind bzw. von uns herbeigeführt wurden.

Hält man das Heft in der Hand, fällt zweierlei auf: Der Name ist anders und es handelt sich um ein Lyrik-Sonder- heft. Da ABRISS bereits einen Platz im Register des Deut- schen Patent- und Markenamts hat, der nicht auf uns ver- weist, dürfen wir nichts mehr produzieren, das wiederum auf diesen verweist. Nachdem ungezählte Wortvariationen von Mund zu Ohr zu Papier und von dort wieder zu Mund fanden, war plötzlich alles gesagt, Lesen und Schreiben im Klischee.

Neben der überkommenen Vorstellung oder der end- losen Variation meint Klischee auch eine ganz technische Seite des Übertragens: »Ein Klischee (auch Cliché) ist in der Zeitungs- und Buchdrucktechnik eine fotochemisch oder maschinell hergestellte Druckform für das Hochdruckver- fahren.« (Wikipedia, die freie Enzyklopädie)

Dies zu begrüßen versammelt Ausgabe 3 Lyrik, die eben- falls im Zeichen sprachlichen Selbstbezuges erscheint, sei es durch das dezidierte Aufrufen seiner Vorbilder, durch Zyklizität oder durch den Versuch an ihrer eigenen Form.

Die Herausgeber
Juli 2019